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Quelle: © Privat von www.amnesty.de

23.11.2011

Wir fordern Freiheit für den Blogger Maikel Nabil Sanad!

Der AK Naher und Mittlerer Osten ruft auf zur Unterstützung für den firedlichen ägyptischen Widerstand! Macht mit bei der Online-Aktion zu dem ägyptischen Blogger Maikel Nabil Sanad! Er steht aktuell als Symbol für die Kritik an dem gewalttätigen Vorgehens des Militärs. http://action.amnesty.de/l/ger/p/dia/action/public/?action_KEY=8199&d=1

Maikel Nabil Sanad befindet sich seit mehr als 70 Tagen im Hungerstreik,
um gegen seine Inhaftierung zu protestieren. Sein Zustand ist lebensbedrohlich.
Die ägyptischen Militärbehörden hatten ihn zu drei Jahren Gefängnis verurteilt,
nur weil er sich in seinem Blog und auf Facebook gegen die exzessive Gewaltanwendung
des Militärs auf dem Tahrir-Platz aussprach.

Am 18. Oktober wurde ein erneutes Verfahren vor einem Militärgericht gegen ihn aufgenommen.
Weder Maikel Nabil Sanad selbst noch sein Anwalt oder seine Familie haben an dieser ersten
Sitzung des neuen Prozesses teilgenommen, da sie das Verfahren vor einem Militärgericht ablehnen.
Das Gericht ernannte einen Pflichtverteidiger und gab dessen Antrag, Maikel Nabil Sanad in
eine psychiatrische Klinik zu verlegen, statt. Ein neuer Gerichtstermin wurde für den
1. November festgelegt. Am 23. Oktober wurde Maikel Nabil Sanad in die psychiatrische
Klinik Abbasseya verlegt. Er befindet sich weiterhin im Hungerstreik und verweigert aus
Angst vor falscher Behandlung oder der Verabreichung von Drogen auch die Einnahme von Medikamenten.

Amnesty International ist äußerst besorgt darüber, dass es sich bei der Verlegung in eine
psychiatrische Klinik um eine nicht angemessene Maßnahme der ägyptischen Behörden handeln könnte.
Amnesty International fordert die ägyptischen Behörden auf, Maikel Nabil Sanad die notwendige
und angemessene medizinische Behandlung mit seinem Einverständnis zukommen zu lassen.

“Maikel Nabil Sanads lebensbedrohliche Lage wirft ein deutliches Licht auf die fortgesetzten
Menschenrechtsverletzungen an gewaltlosen politischen Gefangenen in Ägypten“ kommentiert Hassiba
Hadj Sahraoui, Amnesty Internationals stellvertretende Direktorin für den Nahen Osten und Nordafrika.
"Zivilpersonen sollten niemals vor ein Militärgericht gestellt werden, da Militärprozesse unfair sind,
weil sie den Angeklagten Garantien für ein faires Gerichtsverfahren verwehren, darunter auch das Recht
auf ein reguläres Berufungsverfahren."

Maikel Nabil Sanad ist ein gewaltloser politischer Gefangener und muss umgehend freigelassen werden.
Schreiben Sie jetzt eine E-Mail an Mohammed Hussein Tantawi, den Vorsitzenden des Obersten Rats der
Streitkräfte und fordern Sie die Freilassung von Maikel Nabil Sanad!

Nach der Festnahme bei sich zuhause in Kairo am 28. März 2011 verurteilte ein Militärgericht
Maikel Nabil Sanad aufgrund seiner Kritik an der exzessiven Gewaltanwendung des Militärs gegen
die Demonstrierenden auf dem Tahrir-Platz sowie der Verweigerung des Militärdienstes am 10. April
zu drei Jahren Gefängnis.

Hier geht's zur Online-Aktion! http://action.amnesty.de/l/ger/p/dia/action/public/?action_KEY=8199&d=1